Das Projekt Unlock Society

Hier geht’s zur Hauptseite von Unlock Society!

Gesellschaftliche Spaltungen und geschlossene Grüppchen findet man überall – nun haben wir uns auf die Suche nach Wegen gemacht, die Gemeinschaft wieder ein Stückchen näher zusammenzubringen. Das Resultat sind zwei Kunstprojekte, die ab jetzt zu erleben sind.

Wie begegnen wir uns? Was bedeutet Fremdsein? Wer ist und wer macht fremd? Wo beginnt Gemeinschaft?  Mit diesen Fragen setzt sich eine Gruppe junger Menschen seit August 2018 intensiv auseinander. Das Projekt Unlock Society begann als interdisziplinäres Seminar an der Universität Hamburg, veranstaltet und geleitet von Beyond Borders. In einer offenen Werkstatt wurden künstlerische Methoden erkundet, um öffentlich Fremdsein zu reflektieren, Fremdmachen zu vermindern und letztlich Empathie zu fördern. Gäste von persönlicher oder professioneller Expertise auf diesem durchaus kontroversen Themengebiet setzten Impulse aus verschiedenen Blickwinkeln. Ein differenziertes Bild entstand aber auch dadurch, dass eigene Erfahrungen von Fremdsein und Zugehörigkeit verhandelt werden konnten.

Als Ergebnis von Unlock Society sind unter anderem zwei Kunstprojekte entstanden:

Das Sofa-Projekt ist ein Experiment, ob Passant*innen in Hamburg sich zu ein wenig mehr Offenheit im Alltag anschubsen lassen. Seit Januar 2019 wird einmal pro Woche ein himmelblaues Sofa quer durch die Stadt getragen – aber nur von einer einzelnen Person. Immer wieder helfen Menschen sofort, das Sofa zu bewegen und geraten dabei selbst in Bewegung: Sie lernen einander kennen, Wege und Geschichten kreuzen sich, auf dem Sofa wird gemeinsamer Platz gefunden.

Das zweite Projekt heißt ZuGänge und vereint Elemente aus Performance- und Installationskunst. In Räumen und Gängen wird (be-)greifbar gemacht, was wir wahrnehmen, wenn wir einander begegnen.  Es geht insbesondere um die Begegnung zwischen Menschen, die einander fremd erscheinen. Gefragt wird dabei nach der Bedeutung von Fremdheit in diesem persönlichen Kontext, aber auch danach, wer überhaupt als fremd definiert wird und wer darüber entscheidet.

ZuGänge findet vom 1.-5. März 2019 im Keller der fux e.G., Zeiseweg 9, Hamburg Altona statt. Wochentags abends ab 18:30 Uhr, wochenends auch nachmittags ab 15:00 Uhr. Im internen Café ist im Anschluss an die Premiere am 1. März außerdem ein kleines Konzert von der Folkband Yonder zu hören. Der Eintritt ist frei für das Wagnis, die Grenzen zwischen Individuum und Gemeinschaft einmal verschwimmen zu lassen.