Vintage Swing trifft auf zeitgenössisches Tanztheater
Die afroamerikanischen Vintage-Tanzstile wie Lindy Hop, Blues und Charleston werden nicht als Kunst anerkannt. Das Amateur-Tanzspiel LUCKY LINDYS HOP möchte das Gegenteil beweisen: 30 Lindy Hopper führen die explosive Geschichte des jungen Charles Lindbergh auf.
Aufgrund der Corona-Pandemie verlief das Projekt ganz anders als geplant: Kein Paartanz. Keine Bühne. Keine Berührung. Stattdessen: Masken, Tücher, Schirme, großer Zusammenhalt in der Gruppe und als Ergebnis ein Film.
Machen Sie sich bereit für LUCKY LINDYs HOP, die Heimkino-Version!
Daten: 21.02.2020, 13.03.2020 und 19.03.2020 jeweils um 20:00 Uhr
Charles Lindbergh war der erste Mensch, der es wagte, allein einen Direktflug von New York nach Paris zu absolvieren – und zu überleben. 1927 schrieb er als “Lucky Lindy” Geschichte, ein exzentrischer junger Mann, der nicht ahnte, dass sich sein Leben nach der Landung für immer verändern würde. Diese Pioniertat und seine folgende, sehr umstrittene Lebensgeschichte könnten mit Liebe, Lügen und Betrug, Entführung, Mord, Geheimnissen und politischer Inkorrektheit eine ganze Streaming-Serie füllen.
Oder sie könnten zu einem Tanztheater inspirieren.
Die afroamerikanischen Stile, die im Authentic Jazz kombiniert werden, sind improvisatorische Tänze. Sie entwickelten sich im Kontext von Sklaverei und Kolonisation und wurden zu einem Symbol für Freiheit, Toleranz und gleiche Rechte weltweit. Der Legende nach wurde der “Lindy Hop” nach Lindbergh benannt. Nun, im Revival von Lindy Hop und anderen Authentic Jazz-Stilen, ist er immer noch eng mit Charles Lindbergh verbunden. Dass dies tatsächlich eine unerwartete Verbindung ist, sollte nicht vergessen werden: Lindberghs weitere Biografie vertritt durchaus gegensätzliche Positionen zu den aufgeschlossenen Werten des Authentic Jazz.
Beyond Borders verwaltet das Projekt in Zusammenarbeit mit Swing Time Hamburg, einer Schule für Authentic Jazz. Darüber hinaus trägt Beyond Borders zum Projekt bei, indem es über den Hintergrund von Authentic Jazz und Charles Lindbergh informiert. Gerahmt von der Aufführung am 3. Mai sollen Kontroversen aufgedeckt werden, die sich auf Grenzen überwinden auf viele weitere Arten als “Lucky Lindys” Atlantiküberquerung.
LUCKY LINDY'S HOP kombiniert die Grundtechniken des Authentic Jazz mit zeitgenössischer Choreografie zu einer Tanztheateraufführung über Charles Lindberghs Atlantiküberquerung, live begleitet von Swing-Musikern.
Das Tanzstück ist klassisch in drei Akte unterteilt, die den Start, den Flug und die Landung symbolisieren. Sie stellen Lindberghs emotionale Entwicklung während der gefährlichen 33 Stunden und 30 Minuten dar, die sein Abenteuer dauerte.
Vier junge Choreograf*innen (mit künstlerischem Fokus) präsentieren ihre Arbeiten mit 30 Tänzer*innen aus der Hamburger Swing Dance Szene. Gemeinsam werden Choreograf*innen und Tänzer*innen die Vintage-Tanztechniken aufbrechen, um deren künstlerischen Wert im Hinblick auf das heutige Tanzverständnis zu zeigen.